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Berichterstattung

England behält am Ende die Nerven

Von Marco Jaisle, 04.06.2018

Spannendes Endspiel entscheidet sich erst im Neunmeterschießen – 32 E-Jugendmannschaften kämpfen in Freiberg um die Weltmeisterschaft

Freiberg. Als der Schlusspfiff ertönte, startete eine wilde Jubeljagd über den Rasenplatz des Freiberger Wasenstadions. Im Finale der Fußball-Mini-WM 2018 siegte England (SV Pattonville) im Neunmeterschießen mit 3:2 gegen Brasilien (FSV 08 Bissingen). Noel Gasparik hatte den entscheidenden Treffer erzielt und rannte danach voller Freude über das Spielfeld. In der regulären Spielzeit war das Duell torlos geblieben. Beide Mannschaften wirkten nach drei anstrengenden Tagen kraftlos. „Es war schwer. Aber wir sind stark“, sagte Pattonvilles Trainer Savvas Karatzidis nach der Partie.

An Fronleichnam, am Samstag und gestern spielten beim SGV Freiberg 32-E-Juniorenmannschaften aus Ludwigsburg und Umgebung um die Mini-Weltmeisterschaft der LKZ – nach dem Spielplan der richtigen WM in Russland (14. Juni – 15. Juli). Bereits vor Wochen waren die Vereine einem Teilnehmerland zugelost worden.

Somit gab es bei der Mini-WM manches Ergebnis, das bei der richtigen WM in Russland nur schwer vorstellbar ist. Für Deutschland (FV Kirchheim) war nach einer Niederlage und zwei Unentschieden bereits in der Gruppenphase Endstation. Dafür schafften es scheinbare Außenseiter wie Dänemark (TuS Freiberg), Panama (SpVgg Cannstatt) oder Peru (FV Löchgau) bis ins Viertelfinale. Im Halbfinale setzte sich dann Brasilien nur knapp im Neunmeterschießen mit 3:1 gegen Dänemark durch. Im zweiten Spiel zog England nach einem spannenden Duell und einem 2:1-Sieg über Uruguay (SV Germania Bietigheim) in das Endspiel ein.

Hier hatte Brasilien spielerische Überlegenheit, schaffte es aber nicht, einen Treffer zu erzielen. Im Neunmeterschießen behielten die Engländer die Nerven. Amin Imsilovit parierte den vierten Schuss, im Anschluss traf Gasparik. Während die Engländer feierten, liefen im Lager der Brasilianer die Tränen. Die Eltern waren nun gefordert und mussten ihren Nachwuchs trösten.

Doch eine kleine Aufmunterung gab es auch auf brasilianischer Seite. Armin Muratovic wurde mit 18 Treffern als bester Torschütze ausgezeichnet und bekam dafür die Torjägerkanone überreicht. „Natürlich sind wir enttäuscht. Wir sind voller Hoffnung ins Finale gegangen. Aber ein zweiter Platz ist auch gut“, sagte Brasiliens Nationaltrainer Markus Ziegler. Sein Team ging trotzdem mit positiven Erinnerungen nach Hause: „Das war ein starkes Event, super organisiert. Mit 32 Teams stelle ich mir das echt schwierig vor.“

Fußball-Fest im Wasenstadion gestartet

Von Marco Jaisle, 01.06.2018

Die Fußball-Mini-WM 2018 hat gestern begonnen. 32 E-Jugendmannschaften aus Ludwigsburg und Umgebung kämpfen unter der Flagge ihres zugelosten Landes um den Weltmeistertitel. Morgen und am Sonntag gehen die Spiele im Freiberger Wasenstadion weiter.

Freiberg. Den ersten Höhepunkt gab es für die E-Jugendmannschaften und ihre Trainer gleich zu Beginn der Fußball-Mini-WM 2018. Nacheinander durften die 32 Nachwuchsteams auf den Rasenplatz des Freiberger Wasenstadions laufen. Gleichzeitig lief die Nationalhymne ihres Landes. Bei der Mini-WM der Ludwigsburger Kreiszeitung wurde jeder teilnehmende Verein einem Teilnehmerland der richtigen Fußball-WM in Russland (14. Juni – 15. Juli) zugelost. Seit gestern spielen die Vereine aus Ludwigsburg und Umgebung nun in Freiberg nach dem WM-Spielplan und unter der Flagge ihres jeweiligen Landes um die Mini-Weltmeisterschaft.

Freude beim Veranstalter, dem Team und den Zuschauern „Es freut uns, dass wir nach der Fußball-Mini-EM 2016 und der Handball Mini-WM 2017 nun die dritte Veranstaltung dieser Art ausrichten können“, sagte Christian Maron, Verlagsleiter der Ludwigsburger Kreiszeitung, im Wasenstadion des SGV Freiberg. Holger Laser, der Stadionsprecher des Bundesligisten VfB Stuttgart, moderierte die Eröffnungsfeier und die anschließenden Spiele.

Spaß hatte nicht nur die Veranstalter. Auch die 1200 Zuschauer waren mit Leib und Seele bei der Sache. Die Vertreter Marokkos (SGV Murr) brachten zur Unterstützung ein Stoffkamel und einen als Scheich verkleideten Fan mit. Der mexikanische Anhang (SGV Freiberg II) war stilecht mit Sombrero auf dem Sportgelände – beim sonnig warmem Wetter am Freiberger Wasen durchaus ein Vorteil.

Viele Fans – groß und klein – nutzten zudem das Angebot der Schminkfee Tanja Weise und ließen sich die Landesflagge ihres Lieblingsteams auf die Wange malen. Morgen geht das Turnier um 11 Uhr weiter. Am Sonntag finden ebenfalls ab 11 Uhr die Finalspiele statt. Wie gestern wird der SGV Freiberg auch an den kommenden Tagen Essen und kühle Getränke anbieten. Damit es in den Spielpausen nicht langweilig wird, stehen am Spielfeldrand eine Hüpfburg, eine Schussgeschwindigkeitsmessanlage, ein Bungee-Trampolin und ein Weltraumsimulator.

E-Jugend-Teams kämpfen um den WM-Pokal

Von Marco Jaisle, 26.05.2018

Die Fußball-WM in Russland steht vor der Tür, in Freiberg spielen schon jetzt Jugendmannschaften um den goldenen Pokal. Spannung ist garantiert.

Nicht mehr lange, dann beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Am 14. Juni wird das Mega-Event mit dem Spiel Russland gegen Saudi-Arabien eröffnet. Wer nicht so lange warten will, kann an Fronleichnam und dem darauffolgenden Wochenende in Freiberg eine Miniatur-Version des großen Turniers erleben. Dort spielen E-Jugend-Mannschaften aus Ludwigsburg und Umgebung auf dem Sportgelände am Wasen um den WM-Titel – großer Pokal inklusive.

Am 31. Mai und 2./3. Juni veranstaltet die Ludwigsburger Kreiszeitung in Zusammenarbeit mit dem SGV Freiberg die erste Fußball-Mini-WM. Dabei wurde jede der 32 teilnehmenden Vereinsmannschaften einem der Länder zugelost, die sich für die Titelkämpfe qualifiziert haben. Der Spielplan richtet sich auch nach der richtigen WM.

Die Teams treten ab Donnerstag unter den Namen der zugelosten Länder an. Doch damit nicht genug: „Jedes Team bekommt einen Trikotsatz in der Farbe der jeweiligen Nationalmannschaft. Die Trikots können später noch im Spielbetrieb verwendet werden“, erklärt Ulrike Spinner, die beim Verlag der Ludwigsburger Kreiszeitung die Organisation des Projekts verantwortet. Das Turnier beginnt an Fronleichnam mit einer großen Eröffnungsfeier um 11 Uhr. Jedes Team wird dabei vorgestellt und läuft mit Landesflagge und Nationalhymne ein. Moderiert werden Eröffnungszeremonie und das Turnier von Holger Laser, dem Stadionsprecher des Bundesligisten VfB Stuttgart.

Anschließend beginnt der Spielbetrieb. Am Samstag, 2. Juni, finden die restlichen Vorrundenspiele statt.
Am Sonntagvormittag beginnen die Finalspiele. Besonderer Höhepunkt: Die Spiele finden im Wasen-Stadion statt, wo 4000 Zuschauer Platz finden. Der Gastgeber SGV Freiberg spielt hier normalerweise in der Fußball-Oberliga gegen die Stuttgarter Kickers oder den SSV Reutlingen. „Ich glaube, das wird für die Kinder ein unvergessliches Erlebnis. Sie repräsentieren ein Land und spielen in einem Stadion um den WM-Titel“, sagt Spinner. Während der Mini-WM liegt das Augenmerk nicht nur auf den Nachwuchskickern. Auch die besten Fans werden belohnt. „Wer seine Mannschaft am lautesten, am buntesten und am schrillsten unterstützt, bekommt eine tolle Belohnung“, betont Spinner.